Geschlechteridentitäten in Geschichte und Gegenwart
Wer waren die ersten Studentinnen an den österreichischen juristischen Fakultäten? Wie verstärken sich Geschlechterstereotype in Computersystemen? Welche geschlechtsspezifischen (Körper-)Bilder werden in der Kunst und Populärkultur vermittelt? Wie wird Wissen über Frauen und Männer in Medien unterschiedlich konstruiert? Und welche Rolle spielt das Geschlecht in Gesetzestexten?
Forschende verschiedener Disziplinen wie der Literatur- und Kulturwissenschaft, Medizinanthropologie, Musikwissenschaft, Rechtswissenschaft oder Theologie beschäftigen sich mit der Kategorie Geschlecht in ihrem jeweiligen Fachgebiet. Sie thematisieren Geschlechterverhältnisse und -rollen in Geschichte und Gegenwart und zeigen, wie das Geschlecht unterschiedliche Lebenswelten prägt.
Persönliche Besuche
Wissenschaftsbotschafter:innen aus den folgenden Themenbereichen stehen für einen individuellen Besuch zur Verfügung. Der Inhalt und Ablauf des Besuchs wird dabei individuell mit dem/der Forschenden vereinbart. An Schulen kann dieser vorab von der Klasse mit einem Fragenkatalog vorbereitet werden, damit die Forschenden auf die spezifischen Interessen der Schüler:innen eingehen können.
Thematische Workshops
Darüber hinaus werden zwei thematische Workshops rund um diesen Themenkomplex angeboten. Hier steht das Thema fest und der Fragenkatalog wird nicht benötigt.
Stereotype, Mindset und Geschlechterrollen
In diesem Workshop von Simone Häckl (Universität Salzburg) geht es darum, wie stereotype Vorstellungen – zum Beispiel über Geschlechter oder Fähigkeiten – unser Denken und Verhalten beeinflussen. Anhand von interaktiven Beispielen und einfachen Experimenten lernen die Schüler:innen, wie solche Stereotype entstehen und welche Auswirkungen sie auf Bildungs- und Berufswahlen haben können. Außerdem wird diskutiert, wie man ein sogenanntes „Growth Mindset“ entwickeln kann und warum das für Lernen und Motivation wichtig ist.
Zielgruppe: Mittelschule, AHS (SEK 1), AHS (SEK 2), BHS, BMS, Polytechnische Schulen, Berufsschulen
Dauer: 2 UE
Ort: in Präsenz in Salzburg (Salzburg Stadt) und Tirol
Online in allen Bundesländern
Die Manosphere verstehen – Prävention & Medienbildung für Jugendliche
Soziale Medien prägen heute maßgeblich die Identitätsfindung und Orientierung von Jugendlichen. Gerade männliche Heranwachsende geraten zunehmend in den Sog der sogenannten Manosphere, in der Männlichkeit und Geschlechterrollen stark toxisch und misogyn geprägt sind.
Algorithmen verstärken diese Narrative und führen Schritt für Schritt weiter zu antifeministischen Ideologien, radikalisierenden und gewaltverherrlichenden Akteuren sowie zu verschwörungsideologischen Inhalten. Diese Strukturen sind eng verknüpft mit neuen rechten, LGBTQ+-feindlichen, antisemitischen und rechtsradikalen Diskursräumen.Ein reflektiertes Bewusstsein über diese Online Ideologien und ein Verständnis der dahinterliegenden Mechanismen ist daher essenziell – nicht nur für Jugendliche, sondern für unseren demokratischen Zusammenhalt insgesamt.
Im Workshop beleuchtet Dr. Kristina Karl (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IQS (Institut des Bundes zur Qualitätssicherung im österreichischen Schulwesen)) mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam:
- wie die Manosphere funktioniert,
- warum sie für bestimmte männliche Jugendliche attraktiv ist,
- und welche Formen schulischer Prävention wirksam sind.
Zielgruppe: Mittelschule, AHS (SEK 1), AHS (SEK 2)
Dauer: 2 UE
Ort: in Präsenz in Oberösterreich, Salzburg, Tirol
Online in allen Bundesländern
Ablauf und Anmeldung
- Sie teilen uns Ihren Wunsch über das Formular mit:
- Wir vermitteln den Kontakt zu den Forschenden, informieren Sie, wenn diese zusagen und helfen anschließend bei Bedarf bei der weiteren Organisation.
- Sie treffen alle weiteren Absprachen individuell mit der/dem Forschenden und bereiten die Schulklasse auf den Besuch vor
- Nach dem Besuch freuen wir uns über einen kurzen Erfahrungsbericht an youngscience@oead.at.
Die genannten Forschenden sind nur eine Auswahl der insgesamt über 680 Personen, die als Wissenschaftsbotschafter:innen Schulen besuchen und zusätzlich über 350 verschiedene Workshops anbieten.
HIER finden Sie weitere Informationen zur Initiative und den Profilen aller Wissenschaftsbotschafter:innen.