(Soziale) Medien und Kommunikation: Analyse, Wirkung und Verantwortung
Medien spielen eine zentrale Rolle in der Kommunikation und Meinungsbildung. Wissenschaftsbotschafter:innen bieten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die Bedeutung, Rolle und vielseitigen Einflussfaktoren von traditionellen als auch digitalen Medien zu entdecken und kritisch zu hinterfragen.
Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich praxisorientierte Ansätze, um Medieninhalte selbstbestimmt, verantwortungsbewusst, kritisch und kreativ zu nutzen.
Persönliche Besuche
Wissenschaftsbotschafter:innen aus den folgenden Themenbereichen stehen für einen individuellen Besuch zur Verfügung. Der Inhalt und Ablauf des Besuchs wird dabei individuell mit dem/der Forschenden vereinbart. An Schulen kann dieser vorab von der Klasse mit einem Fragenkatalog vorbereitet werden, damit die Forschenden auf die spezifischen Interessen der Schüler:innen eingehen können.
Thematische Workshops
Darüber hinaus wird eine Reihe thematischer Workshops rund um (soziale) Medien und Kommunikation angeboten:
Journalismus erleben
Im Workshop „Journalismus erleben“ von Sophie Hepach, MA (Universität Salzburg) setzen sich die Kinder altersgerecht mit den Grundlagen von Journalismus auseinander. Ziel ist es, gemeinsam zu erarbeiten, was guten Journalismus ausmacht, wie man ihn erkennt und warum er für unsere Gesellschaft eine zentrale Rolle spielt.
Zu Beginn erhalten die Kinder eine kurze, verständliche Einführung in das Thema Journalismus. Anschließend sammeln wir in einer gemeinsamen Brainstorming-Phase, welche Kriterien guten Journalismus kennzeichnen. Diese Ergebnisse halten wir fest und nutzen sie als eine Art „Handbuch“, das uns durch den weiteren Workshop begleitet.
Im praktischen Teil wenden die Kinder dieses Wissen direkt an: Wir simulieren eine Redaktion. In einer Redaktionskonferenz überlegen wir gemeinsam, welches Thema behandelt werden soll und welche Aspekte dabei wichtig sind. Danach arbeiten die Kinder in Kleingruppen (z.B. Text-, Foto- oder Layout-Gruppe) an einem eigenen kleinen Zeitungsteil zu diesem Thema. Die entstandenen Beiträge werden im Nachgang von mir zu einer Zeitung zusammengestellt, gedruckt und den Kindern zur Verfügung gestellt.
Am Ende des Workshops sollen die Kinder nicht nur verstanden haben, was guter Journalismus ist und warum er wichtig ist, sondern auch Freude am kreativen Arbeiten, am kritischen Nachdenken über Medien und am Lesen von Nachrichten entwickeln.
Dauer: 6 UE
Zielgruppe: Volksschule, AHS (SEK 1)
Ort: in Präsenz in Oberösterreich und Salzburg
Wie man andere täuscht – und sich selbst
Die politische Kommunikation ist reich an Stellungnahmen und fake news, welche große Wirkung entfalten, obwohl sie schlechte Argumente bringen oder sogar erwiesenen Fakten entgegenstehen, etwa beim Klimawandel. Warum dies überhaupt möglich ist, hat viel mit unserer eigenen Psychologie zu tun.
Im Workshop zeigt Priv.Doz. Dr. Ivo Ponocny (Sigmund Freud PrivatUniversität Wien) an verschiedenen Beispielen die psychologischen und rhetorischen Tricks auf, mit denen Tatsachen verdrängt werden. Insbesondere werden konkrete öffentliche Auftritte hinsichtlich ihrer Kniffe und deren Wirkung gemeinsam durchanalysiert. Es wird aber auch besprochen, wie wir im täglichen Leben zu Ausreden greifen und uns selbst etwas einreden.
Dauer: 2-3 UE
Zielgruppe: AHS (SEK 2), BHS, Sonstige Einrichtungen (z.B. Bibliotheken)
Ort: in Präsenz in Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Wien
Die Manosphere verstehen – Prävention & Medienbildung für Jugendliche
Soziale Medien prägen heute maßgeblich die Identitätsfindung und Orientierung von Jugendlichen. Gerade männliche Heranwachsende geraten zunehmend in den Sog der sogenannten Manosphere, in der Männlichkeit und Geschlechterrollen stark toxisch und misogyn geprägt sind.
Algorithmen verstärken diese Narrative und führen Schritt für Schritt weiter zu antifeministischen Ideologien, radikalisierenden und gewaltverherrlichenden Akteuren sowie zu verschwörungsideologischen Inhalten. Diese Strukturen sind eng verknüpft mit neuen rechten, LGBTQ+-feindlichen, antisemitischen und rechtsradikalen Diskursräumen.Ein reflektiertes Bewusstsein über diese Online Ideologien und ein Verständnis der dahinterliegenden Mechanismen ist daher essenziell – nicht nur für Jugendliche, sondern für unseren demokratischen Zusammenhalt insgesamt.
Im Workshop beleuchtet Dr. Kristina Karl (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IQS (Institut des Bundes zur Qualitätssicherung im österreichischen Schulwesen)) mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam:
- wie die Manosphere funktioniert,
- warum sie für bestimmte männliche Jugendliche attraktiv ist,
- und welche Formen schulischer Prävention wirksam sind.
Dauer: 2 UE
Zielgruppe: Mittelschule, AHS (SEK 1), AHS (SEK 2)
Ort: in Präsenz in Oberösterreich, Salzburg, Tirol
Online in allen Bundesländern
Klimawandel und Soziale Medien
In diesem Workshop diskutiert Prof. Bernd Resch (IT:U) mit den Schüler/innen, was Menschen in sozialen Medien rund um das Thema Klimawandel posten. Gemeinsam untersuchen wir Themen und Emotionen sowie regionale Unterschiede. Du stellst dir Fragen wie: Was und wie wird in sozialen Medien über den Klimawandel gepostet? Wo wird wie und was gepostet? Welche regionalen und zeitlichen Strukturen erkennen wir? Wie gehen wir mit Informationen und unterschiedlichen Meinungen in sozialen Medien um?
Dauer: 60-75 Minuten
Zielgruppe: SEK I, SEK II
Teilnehmendenzahl: bis 30 Personen
Ort: in Präsenz in Niederösterreich, Oberösterreich (an der Universität (bevorzugt) oder in der Schule)
Interviews führen - Wie geht das?
Schüler/innen bekommen in diesem Workshop von Dr. Melanie Holztrattner (Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz) einen Einblick in die Interviewführung, und üben die Führung narrativer Interviews, die es erlauben, Einblicke in Lebenswelten von Befragten zu erhalten - ideal für die Vorbereitung von abschließenden Arbeiten.
Dauer: 4 UE
Zielgruppe: BHS (SEK II)
Ort: in Präsenz in Oberösterreich, Salzburg
Gesundheitsinfos kritisch prüfen - Was stimmt wirklich?
Im Workshop von Priv.-Doz. Dr. Daniela Schoberer (Medizinische Universität Graz) lernen Schüler:innen, wie sie Gesundheitsinformationen aus Medien, Werbung, Webseiten und Social Media einordnen und hinterfragen können. Sie erfahren, wie man die Vertrauenswürdigkeit von Quellen prüft, verstehen, was Aussagen wie „Studien zeigen…“ wirklich bedeuten, und lernen, Risiken und Zahlenangaben korrekt zu interpretieren. Anhand praktischer Beispiele üben die Schüler:innen, mögliche Verzerrungen in Informationen zu erkennen und entwickeln so Medien- und Gesundheitskompetenz.
Dauer: 2 UE
Zielgruppe: Mittelschule, AHS (SEK 1), AHS (SEK 2), BHS, BMS, Polytechnische Schulen, Berufsschulen, Sonderpädagogische Schulen
Ort: in Präsenz in der Steiermark.
Instagram-Poetry
Instagram-Poetry verbindet Dichtung mit sozialen Medien und prägt Sprache, Darstellung und Verbreitung von Texten. Der Workshop von Univ.-Prof. Christoph Singer (Universität Innsbruck) untersucht intertextuelle und interkulturelle Bezüge und zeigt, wie Instagram-Poetry als kreatives Schreibformat in der Lehre genutzt werden kann.
Dauer: 2 UE
Zielgruppe: Mittelschule, AHS (SEK I-II)
Ort: in Präsenz in Salzburg, Tirol, Vorarlberg
Online-Besuche in allen Bundesländern
Wem gehören die Medien in Europa?
In diesem Workshop, durchgeführt von Ass. Prof. Tales Tomaz (Universität Salzburg), erfährst du, wer die wichtigsten Eigentümer/innen der Nachrichtenmedien in Europa sind, welche unterschiedlichen Eigentumsstrukturen es in den EU-Ländern gibt und welchen Einfluss dies auf die Nachrichten hat, die wir erhalten. Ein besonderer Fokus liegt auf Österreich im Vergleich zum europäischen Gesamtbild.
Dauer: flexibel
Zielgruppe: Mittelschule, AHS (SEK I und SEK II), BHS, BMS, Polytechnische Schulen, Berufsschulen
Ort: in Präsenz in Salzburg
Digital Navigator - Digitale und Soziale Medien managen und beruflich nutzen
Digitale Medien haben sich einerseits zu einer der wichtigsten Informationsquellen für Jugendliche entwickelt, sei es beim Konsumieren oder Produzieren von Inhalten. Besonders soziale Medien spielen dabei nach wie
Ablauf und Anmeldung
- Sie teilen uns Ihren Wunsch über das Formular mit:
- Wir vermitteln den Kontakt zu den Forschenden, informieren Sie, wenn diese zusagen und helfen anschließend bei Bedarf bei der weiteren Organisation.
- Sie treffen alle weiteren Absprachen individuell mit der/dem Forschenden und bereiten die Schulklasse auf den Besuch vor
- Nach dem Besuch freuen wir uns über einen kurzen Erfahrungsbericht an youngscience@oead.at.
Die genannten Forschenden sind nur eine Auswahl der insgesamt über 600 Personen, die als Wissenschaftsbotschafter:innen Schulen besuchen und zusätzlich über 210 verschiedene Workshops anbieten.
HIER finden Sie weitere Informationen zur Initiative und den Profilen aller Wissenschaftsbotschafter:innen.