Roland Hellinger , PhD
- 2-4 Besuche pro Jahr
- Bevorzugte Regionen: Niederösterreich, Oberösterreich, Wien (abhängig von Erreichbarkeit und Anfahrtszeit).
- Bietet individuelle Besuche und thematische Workshops an.
- Besucht gerne: Volksschulen, SEK I, SEK II sowie sonstige Einrichtungen (z.B. Bibliotheken).
- Fahrtkosten sind zu übernehmen.
Forschungsschwerpunkte
- Präklinische Arzneistoffforschung
- Peptidomics und Drug Discovery
- Molekulares (Peptid)Design
- Antientzündliche - und Immunomodulatorische Wirkmechanismen
- Bioaktive Naturstoffe und Naturstoffchemie
Aktuelle Projekte
Peptides Therapeutics for Autoimmine and Inflammatory Diseases (PeptAIDes): In den vergangenen fünf Jahren hat die interdisziplinäre Nachwuchsforschungsgruppe (Young Independent Researcher Group) PeptAIDes an grundlegenden Fragestellungen der Peptidforschung sowie an den molekularen und zellulären Mechanismen gearbeitet, die Entzündungs- oder Autoimmunerkrankungen und Krebs vorantreiben. Insgesamt erstrecken sich die Anwendungsbereiche dieses Projekts auf Entzündungs- und Autoimmunerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Krebs, Nierenschädigungen und die Schmerztherapie.
Wir konnten zeigen, dass natürliche Peptide vielversprechende Moleküle mit wirkstoffähnlichen Eigenschaften sind, und haben Technologien implementiert, um sie als bioaktive Sonden oder molekulare Gerüste (Scaffolds) zur Herstellung neuer bioaktiver Moleküle zu nutzen. Wir untersuchten neue Ansätze für das computergestützte rationale Peptiddesign und setzten neue Methoden zur Synthese von Peptidbibliotheken um. Zudem verfeinerten wir den Ansatz des Molecular Grafting mithilfe von Workflows für das Scaffold-Matching und die Vorhersage von Strukturmodellen. Es wurden Proof-of-Concept-Daten für neue Peptidtherapeutika erhoben, welche die transendotheliale Migration von Immunzellen verändern, sowie für Peptid-Shuttle-Systeme, die den Transport therapeutischer Frachten (Cargoes) in das Zentralnervensystem ermöglichen.
Zu den weiteren Erfolgen zählt die Charakterisierung neuartiger therapeutischer Peptide, die natürliche Killerzellen (NK-Zellen) zur Zellzytotoxizität gegen kanzeröse Zielzellen stimulieren. Darüber hinaus haben wir ein patientenrelevantes NK-Zell-Leukämiemodell etabliert, das für das funktionelle Wirkstoff-Screening eingesetzt wird. Die Rolle von Anti-Malonaldehyd-IgM-Antikörpern bei der alkoholbedingten Fettlebererkrankung wurde untersucht, was neue Einblicke in die Entstehung und das Fortschreiten der Krankheit lieferte. Wir entwickelten und patentierten einen KI-gestützten Workflow zur Wirkstoffforschung von Peptid-Small-Molecule-Konjugaten („AI-designed peptide-small molecule conjugate drug-discovery workflow“) für den -Opioid-Rezeptor, was einen vielversprechenden Weg für nicht-abhängig machende Schmerztherapien eröffnet.
Zusammenfassend hat die umgesetzte kollaborative, interdisziplinäre Strategie gezeigt, wie hochmoderne Peptidforschung in aussagekräftige präklinische Forschung und Anwendungen in der translationalen Medizin überführt werden kann, während gleichzeitig Werkzeuge und Workflows bereitgestellt werden, die die breitere Forschungsgemeinschaft unterstützen. Weitere Studien werden die Sicherheit und Wirksamkeit der hergestellten Sonden untersuchen, um ihre Anwendung in einem therapeutischen Umfeld zu validieren.
Psysol 2 as a novel modulator and research tool for human prolyl oligopeptidase1: In einem Forschungsprojekt untersuchen wir ein menschliches Enzym namens Prolyl Oligopeptidase. Dieses Protein (ein funktionelles Eiweiß) besitzt sogenannte direkte und indirekte enzymatische Funktion welches es als Zielstruktur für die Arzneistoffentwicklung bezüglich Alpha-Synukleinopathien (Bsp. Parkinsons Krankheit) und entzündlichen Erkrankungen interessant macht. Das Projekt untersucht den möglichen Einsatz von sogenannten Miniproteinen, welche natürlich in vielen Pflanzen, wie Veilchen, Kürbisgewächsen, Leguminosen oder diversen Blütenpflanzen vorkommen. Diese Miniproteine zeichnen sich durch eine zyklische zystine-reiche Grundstruktur (daher Zyklotide genannt) aus.
In diesem Projekt ist vorgesehen, prototypische Modulatoren der Prolyl Oligopeptidase zu identifizieren, strukturell und chemisch zu charakterisieren um wiederum neue Vertreter mit verbesserten pharmakologischen Eigenschaften, wie Selektivität und Bindungsaffinität, zu generieren. Weiters werden neue Therapieansätze für die Behandlung von entzündlichen Erkrankungen, bei denen die Prolyl Oligopeptidase als möglicher Angriffspunkt für eine Pharmakotherapie erscheint, untersucht. Zusammenfassend werden pharmakologisch interessante Naturstoffe biomedizinisch auf ihre Eignung als zukünftige Arzneistoffkandidaten studiert und eine mögliche Anwendung in experimentellen Modellen der entzündlichen Erkrankung untersucht.
Thematische Workshops
Naturstoffe als Inspiration für Arzneistoffe
Woher kommen Arzneistoffe (umgangssprachlich Medizin) eigentlich? Wer "erfindet" Arzneistoffe und wo werden Sie entdeckt, beforscht, entwickelt und so für eine Anwendung in der Humanmedizin zugänglich gemacht? Ein 90-minütiger Workshop (optimal für 8 bis 12 Jahre) zum Thema Naturstoffe verbindet Biologie, Chemie und Medizin zu einer spannenden Schatzsuche: Die Kinder entdecken, warum Lebewesen überhaupt hochwirksame Stoffe produzieren und wie Forscher diese „Superkräfte der Natur“ in sichere Medikamente verwandeln.
Inhalt und Ablauf des Workshops:
1) Visueller Einstieg: Viere Reiche als Quell neues Wissens. Es werden Bilder gezeigt und die Teilnehmer:innen zu einem Ratespiel angehalten
2) Einstieg: Das große Rätsel der Natur. Wieso produziert die Natur nützliche Stoffe (Gifte, Wirkstoffe) für uns?
3) Vorstellung von nützlichen Heilpflanzen, Pilzen, und Tieren aus denen Medizin gewonnen werden kann. Teils mit Mit-mach Aktivitäten.
- Pflanzen – Die grüne Schatzkammer (20 Min.)
- Pilze – Lebensretter aus der Petrischale (15 Min.)
- Bakterien – Gute Mikroben gegen böse Mikroben (15 Min.)
- Tiere – Wenn gefährliche Gifte zu Heilmitteln werden (20 Min.)
4) Einblick in die moderne Naturstoffforschung und Biomedizin. Wie kommt ein Arzneistoff in die Apotheke?
5) Abschluss: Warum pflücken wir nicht einfach alles im Wald? (10 Min.)
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Zielgruppe: Mittelschule, AHS (SEK 1), AHS (SEK 2), BHS, BMS
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Dauer: 2 UE
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Ort: In Präsenz in Niederösterreich, Oberösterreich, Wien · Abhängig von Erreichbarkeit und Anfahrtszeit.
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Fahrtkosten sind zu übernehmen.
Pillen-Detektive in der Schulklasse: Wie Medikamente entstehen, im Körper wirken und warum diese für DICH sicher sind
Durch eine Vielzahl an medizinischen Errungenschaften, kann die heutige Humanmedizin so vielen Menschen das Leben retten wie noch nie in der Geschichte. Dennoch herrscht in der Bevölkerung ein hohes Misstrauen gegenüber Medizin und Medizinprodukten. Kindern soll die Angst vor Medizin genommen werden und ein solides Vertrauen in die heutige Medizin gestärkt werden. Der 90-minütige Workshop (ideal für die Altersgruppe 8 bis 12 Jahre) macht komplexe pharmazeutische Prozesse durch Geschichten, Erzählungen über Meilensteine der Forschung und Medizin sowie eine interaktive Diskussion für die Teilnehmer:innen greifbar. Der Workshop soll sich an diesen Ablauf orientieren:
Einstieg: Wann brauchen wir Medizin? (10 Min.) - Gesprächsimpuls
Entwicklung, Sicherheit, Pharmakokinetik & Pharmakodynamik (30 Min.)
- Von der Idee zur Apotheke (Entwicklung & Sicherheitsprüfung)
- Was macht der Körper mit dem Medikament?
- Was macht das Medikament mit dem Körper?
Helden und Irrtümer – Gute und schlechte Arzneimittel aus der Historie (20 Min.)
- Die „Helden“ (Gute Arzneimittel, die Millionen Leben retteten)
- Die „Schurken & Irrtümer“ (Warum wir heute so streng prüfen)
Spezielle Arzneimittel für Kinder – „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen!“ (20 Min.)
- Warum kann man eine Erwachsenen-Tablette nicht einfach durchbrechen?
- Welche Medikamente sind für Kinder tabu (und warum)?
- Wie sieht gute Kindermedizin aus? (Mitmach-Station)
Die 3 Goldenen Sicherheitsregeln & Ausklang mit Fragen (10 Min.)
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Zielgruppe: Volksschule, Mittelschule, AHS (SEK 1), AHS (SEK 2), BHS, BMS
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Dauer: 2 UE
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Ort: In Präsenz in Niederösterreich, Oberösterreich, Wien · Online in allen Bundesländern · Abhängig von Erreichbarkeit und Anfahrtszeit.
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Fahrtkosten sind zu übernehmen.
Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang
- 2024 & 2025: Visiting Researcher an der Ecole Polytechnique de Lausanne.
- Seit 2023: Arbeitsgruppenleiter mit Karrierevereinbarung an der Medizinischen Universität Wien.
- 2018-2023: Post Doc an der Medizinischen Universität Wien.
- 2016-2018: Post Doc an der BOKU University in Wien.
- 2012-2016: Doctor of Philosophy (PhD) an der Medizinischen Universität Wien.
- 2010-2012: Master of Science in Chemie an der Universität Wien.
- 2007-2010: Bachelor of Science in Applied Natural Science, Austrian Biotech University in Tulln.
- 2016: Matura an der HLUW Yspertal.