Univ.Prof. Eva Stöger
- 3-6 Besuche pro Jahr
- Bevorzugte Regionen: Wien.
- Bietet individuelle Besuche und thematische Workshops an.
- Besucht gerne: SEK II.
- Keine anfallenden Kosten für Schulen.
Forschungsschwerpunkte
- Pflanzenbiotechnologie
- Zellbiologie
Aktuelle Projekte
Aufklärung des Weizen Fusarium-Resistenz-Locus Fhb1: Ährenfusariose ist eine der gefährlichsten Pilzkrankheiten bei Weizen: Sie schädigt die Ernte und belastet das Korn mit Giftstoffen. Wir untersuchen, wie das Resistenzmerkmal Fhb1 Weizen vor Ährenfusariose (Pilzkrankheit) schützt und das Pilzgift Deoxynivalenol (DON) unschädlich macht. Mit CRISPR/Cas und Prime Editing verändern wir gezielt eine verdächtige Region im Weizengenom. Anschließend prüfen wir, ob sich der Pilz stärker ausbreitet und wie gut die Pflanzen DON in eine ungiftige Zuckerform umwandeln. RNA-Analysen zeigen zudem, welche Genvarianten dabei aktiv sind. So wollen wir die Grundlage für die gezielte Züchtung widerstandsfähiger Weizensorten und sicherer Lebensmittel schaffen.
Biomolekulare Technologie von Proteininteraktionen (BIOTOPIA): BIOTOPIA erforscht, wie Proteine einander erkennen, zusammenarbeiten und dadurch lebenswichtige Abläufe in unseren Zellen steuern.
Proteine sind die Teamplayer der Zelle. Doch wie finden sie die richtigen Partner? Wie werden ihre Kontakte reguliert? Und welche Rolle spielt das endoplasmatische Retikulum – die „Proteinfabrik“ der Zelle? Zwölf Doktorand:innen untersuchen diese Fragen mit Methoden aus Molekular- und Zellbiologie, Mikrobiologie sowie Computersimulation. Die Ergebnisse könnten neue Anwendungen in Medizin und Biotechnologie ermöglichen. Dabei steht nicht nur die Interaktion zwischen Proteinen im Mittelpunkt, sondern auch die Zusammenarbeit über Fach- und Ländergrenzen hinweg.
Leitfragen:
1. Welche Faktoren bestimmen, wie Proteine miteinander interagieren?
2. Wie werden diese Interaktionen moduliert, um in komplexen biologischen Umgebungen zu funktionieren?
3. Wie beeinflussen Interaktionen im endoplasmatischen Retikulum die Proteinproduktion?
Thematischer Workshop
Genom-Editierung in Pflanzen – Bedrohung oder Chance?
Wie funktioniert eigentlich CRISPR/Cas? Der rechtliche Rahmen dazu in der EU soll bald gelockert werden – die österreichische Politik hat sich mehrheitlich dagegen ausgesprochen. Aber was bringt die Technologie genau, was ist daran neu und was könnte uns entgehen, wenn wir darauf verzichten?
Ablauf und Inhalte:
Nach einem etwa 30-minütigen Vortrag, der die molekularbiologischen und züchterischen Hintergründe zu CRISPR/Cas erläutert, besteht Gelegenheit zur Diskussion und gemeinsamen Gedankenexperimenten mit einem fiktiven Züchtungsziel. Auf Wunsch kann im Anschluss ein Rundgang durch unsere Labors und Pflanzenkammern arrangiert werden.
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Zielgruppe: AHS (SEK 2)
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Dauer: 1 UE
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Ort: In Präsenz in Wien
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Es fallen keine Fahrtkosten an.
Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang
- seit 2020: Leitung des Instituts für Pflanzenbiotechnologie und Zellbiologie
- 2018–2021: Stellvertreterin der Departmentleitung, Department für Angewandte Genetik und Zellbiologie
- 2014–2017: Departmentleiterin, Department für Angewandte Genetik und Zellbiologie
- 2009: Professur an der Universität für Bodenkultur
- 2002–2008: Gruppenleiter an der RWTH Aachen, Deutschland
- 1998–2002: Teamleiterin in der Molecular Biotechnology Unit, John Innes Centre, Norwich, UK
- 1996–1998: Postdoc am John Innes Centre, Norwich, UK
- 1995–1996: Postdoc an der University of Florida, Gainesville, USA
- 1989–1994: Doktorarbeit an der Universität Wien
- 1989: Magister an der Universität Salzburg