Univ. Prof. Sandra Holasek
- 3-6 Besuche pro Jahr
- Bevorzugte Regionen: Steiermark.
- Bietet individuelle Besuche an.
- Besucht gerne: Kindergärten, Volksschulen, SEK I, SEK II, Sonderschulen und inklusiven Schulzentren sowie sonstige Einrichtungen (z.B. Bibliotheken).
- Es fallen keine Fahrtkosten an.
Forschungsschwerpunkte
- Das nutritive Assessment bei Essstörungen, psychischen Erkrankungen, Lebensmittelunverträglichkeiten und Athletinnen bzw. Athleten mit unterschiedlichen Methoden zur Standardisierung von Ernährungsinterventionen, der Messung der Körperzusammensetzung, der Nährstoffaufnahme und entsprechender relevanter Metabolite mit dem Fokus der Adipozytenbiologie
- Die Rolle von pflanzlichen Inhaltsstoffen im nutritiven Immunmetabolismus wird in dentritischen Zellen und T-Zellen translational untersucht.
- Einfluss von Nahrungsqualität und Darmmikrobiom auf das Immunsystem in Zusammenhang mit Essstörungen, Lifestyle, Körperfett und Lebensalter
Aktuelle Projekte
Immunmetabolismus in der Raucherentwöhnung: Substanzgebrauchsstörungen (SUD) stellen sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft eine erhebliche Belastung dar und sind oft mit ungesunden Verhaltensweisen und problematischem Lebensstil verbunden. In diesem Zusammenhang versprechen Metabolomanalysen und Analysen des Darmmikrobioms neue Perspektiven für die Entdeckung von Biomarkern. Die vorliegende Studie untersucht Nikotin als Einstiegsdroge und das Risiko der Entwicklung einer Abhängigkeit von anderen Substanzen. Während ein großer Teil der bisherigen Literatur aus Tierstudien mit begrenzter Aussagekraft stammt, wird von einem neuen Ansatz der Metabolom-Studien mit Menschen, die an SUD leiden, ein Fortschritt im Verständnis der Suchtmechanismen sowie in der Diagnostik und Behandlung erwartet. Dabei spielt auch die empirische Untersuchung der Gateway-Hypothese eine entscheidende Rolle.
BioTransform: Mapping des unbekannten menschlichen Stoffwechsels neuer biologischer Wirkstoffe in Lebensmitteln: Das von der Europäischen Union im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen geförderte Projekt BioTransform wird von Nina Hermans an der Universität Antwerpen koordiniert. Insgesamt arbeiten 16 Partnerinstitutionen aus acht Ländern zusammen – darunter die Med Uni Graz mit Sandra Holasek als Projektleiterin. Ziel ist es, zentrale Wissenslücken zum menschlichen Stoffwechsel zu schließen.
Elf Doktorandinnen und Doktoranden werden im Rahmen des Projekts ausgebildet, um zu erforschen, wie gesundheitsfördernde Nahrungsinhaltsstoffe, sogenannte food bioactives, im menschlichen Darm mikrobiell verstoffwechselt werden und welche Rolle diese Stoffwechselprodukte für die Prävention chronischer Erkrankungen wie Adipositas oder Diabetes spielen.
Der Ansatz von BioTransform beruht auf der Idee, dass nicht unbedingt nur die ursprünglichen Inhaltsstoffe eines Lebensmittels für die gesundheitsfördernden Wirkungen verantwortlich sind, sondern vielmehr deren Stoffwechselprodukte – also die Verbindungen, die durch den Abbau im Darmmikrobiom entstehen. Um diese Hypothese des internationalen Konsortiums zu überprüfen, wird untersucht, wie ausgewählte bioaktive Substanzen im menschlichen Körper umgewandelt werden und welche biologische Aktivität die daraus entstehenden Metaboliten besitzen. Als „Proof of Concept“ konzentriert sich BioTransform auf bioaktive Verbindungen aus Olivenprodukten (Olea europaea) und Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus) – beides Lebensmittel, die typisch für mediterrane bzw. nordeuropäische Ernährungsweisen sind. Beide gelten als besonders günstig für die Stoffwechselgesundheit, doch welche Verbindungen genau für diese Effekte verantwortlich sind, ist bislang unklar. Die Erkenntnisse sollen langfristig dazu beitragen, neue Ernährungsstrategien und therapeutische Ansätze zu entwickeln, die im Sinne der personalisierten Medizin auf dem individuellen Stoffwechsel und der Interaktion zwischen Ernährung, Mikrobiom und Gesundheit aufbauen.ESAN III – Energy Sensing Pilot-Study: Effects of plant bioactives on Immunmodulation in Patients with Obesity, Depression, and Normal Weight Controls: Neben dem Gehirn und den Muskeln gehört das Immunsystem zu den drei größten Energieverbrauchern im menschlichen Organismus. Ein erhöhter Energieverbrauch des Gehirns wird durch äußere Faktoren wie belastende Lebensereignisse oder Fehlfunktionen des Gehirns (z. B. eine zugrunde liegende schwere Depression) ausgelöst. Es wird vermutet, dass verschiedene Ernährungsfaktoren die Verteilung der Energieversorgung innerhalb dieser energieverbrauchenden Systeme beeinflussen. Ziel der Studie ist es, die Wirkungen von natürlichen Säften, die reich an Phytonährstoffen wie Polyphenolen und Carotinoiden sind, bei gesunden und depressiven Probanden zu untersuchen, um die bekannten positiven Effekte dieser Nahrungsquellen im therapeutischen Umfeld zu nutzen. Der Verzehr von natürlichen Fruchtsäften, die reich an Polyphenolen und Carotinoiden sind, entspricht einem Modell der vegetarischen Ernährung aufgrund der erhöhten Mikronährstoffdichte pflanzlicher Lebensmittel. Die hier erzielten Ergebnisse können als vorläufige Erklärungsmodelle für die positiven Wirkungen einer vegetarischen Ernährung angesehen werden.
Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang
- 16. Juli 1992 Mag. rer. nat. Ernährungswissenschaften/PPP
- 1993-1999 Dissertation und Forschungsassistenz an der Karl-Franzens-Universität Graz/Medizinische Universität Graz
- 28. Juni 1999 Dr. rer. nat. Ernährungswissenschaften/Innere Medizin
- Nov. 11th 2004 Habilitation (Privat Dozentin, venia docendi) in Pathophysiologie
- 1992-2004 Forschungsassistentin und CO-Investigatorin klinischer Studien am Universitätsklinikum Graz
- 1996-1998 Forschungskooperation am Institut für Biochemie und Lebensmittelchemie, TUG
- 1998-2000 Wissenschaftliche Kooperation und Austauschprogramm am Lipid Clinic & Atherosclerose Speciality Laboratory, University of British Columbia, Canada; Visiting fellow am Lawson Research Inst., University of Western Ontario, Canada
- 1999 - 2006 Wissenschaftliche Koordinatorin der Ernährungs- und Adipositasforschungsambulanz des Universitätsklinikums, Innere Medizin, Graz.
- 2003–2005 Research fellow am Institut für Pathophysiologie der Medizinischen Universität Graz. FWF-Project: A real time RT-PCR Study on the neurophysiological and diagnostic significance of lymphocyte dopamine receptor expression in humans.
- seit März 2005 Universitätsdozent (lecturer with tenure) am LS für Immunologie und Pathophysiologie der Medizinischen Universität Graz
- Seit 2010 Assoziierte Professorin am Otto Loewi Forschungszentrum, Lehrstuhl für Immunologie und Pathophysiologie der Medizinischen Universität Graz, mit Leitung der Forschungseinheit Translationale Ernährungsforschung. Forschungsschwerpunkte: Body Composition und Body Shaping, Pathophysiologie des Essverhaltens und Malabsorptionen, Nutritive Sportphysiologie
- Seit 2025 Universitätsprofessorin für Wissenschaftskommunikation und Ernährungskompetenz an der Medizinischen Universität Graz