In Österreich gibt es zahlreiche Citizen-Science-Projekte und Initiativen, bei denen Menschen jeden Alters, auch junge Zielgruppen, teilnehmen und selbst zur Forschung beitragen können. Viele Projekte sind gut in den Unterricht integrierbar und sprechen fächerübergreifende Themen an. Einige richten sich sogar direkt an Schülerinnen und Schüler. So können z. B. beim jährlichen Forschungswettbewerb "Citizen Science Award", der von April bis Ende Juli in ganz Österreich stattfindet, neben Familien, Einzelpersonen und Jugendgruppen auch Schulklassen mitforschen und Preise für ihre engagierte Beteiligung an ausgewählten Projekten gewinnen. Citizen Science ist jedoch mehr als nur ein Forschungsansatz. Als Bildungs- und Unterrichtstool bietet es einen großen Mehrwert für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen. Schülerinnen und Schüler profitieren vom aktiven Lernen und der Auseinandersetzung mit wissenschaftlichem Arbeiten und Forschungsprozessen. Dadurch entwickeln sie Fähigkeiten wie kritisches Denken weiter und erfahren Selbstwirksamkeit. Für Lehrpersonen bieten Citizen-Science-Projekte eine Möglichkeit, Wissenschaft und Forschung interaktiv in den Unterricht zu integrieren und sich mit Forschenden in den eigenen Interessens- und Fachgebieten auszutauschen. Doch wie können Citizen-Science-Projekte in Schulen umgesetzt werden?
Im Rahmen der Fortbildung, die von der AG „Citizen Science an/mit Schulen“ jährlich als Onlineformat abgehalten wird, wird gezeigt, was Citizen Science ist und wie Projekte aus diversen Fachrichtungen in den Unterricht integriert werden können. Außerdem lernen die Teilnehmenden aktuelle Projekte kennen und erarbeiten anhand von konkreten Beispielen, wie das Mitforschen im eigenen Unterricht in unterschiedlichen Fächern und Formaten gelingen kann.
Die Fortbildung findet am 19. November 2026 von 14:00 bis 18:00 Uhr online statt und steht Lehrpersonen aller Fächer und Schulformen offen. Die Anmeldung über die Pädagogische Hochschule Wien ist zwischen 14. August und 14. September möglich.