Assoz. Prof. Steffen Heidinger
- 2-4 Besuche pro Jahr
- Bevorzugte Regionen: Steiermark.
- Bietet individuelle Besuche und thematische Workshops an.
- Besucht gerne: SEK I und SEK II.
- Keine anfallenden Kosten für Schulen.
Forschungsschwerpunkte
- Französische und Spanische Sprachwissenschaft, v.a. die Schnittstelle von Syntax mit Semantik und Pragmatik
Aktuelle Projekte
Belebtheit und die Flexibilität von Pronomen: Sprachen machen häufig Unterscheidungen, je nachdem ob über Menschen, Tiere oder unbelebte Gegenstände gesprochen wird. So unterscheidet z.B. das Deutsche bei den Fragepronomen zwischen „Wer“ und „Was“ entsprechend der Belebtheit: „Wer ist vom Baum gefallen, der Mann?“ im Gegensatz zu „Was ist vom Baum gefallen, der Apfel?“. Ähnliche Unterscheidungen finden sich auch in den romanischen Sprachen. So werden z.B. betonte Personalpronomen im Französischen (elle, lui, elles, eux) und Spanischen (él, ella, ellos ellas) typischerweise für Menschen verwendet. Das System ist jedoch flexibel, da unter bestimmten Voraussetzungen diese Pronomen auch für nicht-menschliche Referenten (z.B. Gegenstände) verwendet werden können. Im Projekt untersuchen wir diese Flexibilität im Französischen und Spanischen anhand von Experimenten und Korpusstudien und wollen so das Spannungsfeld zwischen Regelbasiertheit und Dynamik innerhalb der Sprache besser verstehen.
Thematischer Workshop
Ist das noch normal? Romanische Sprachen im Vergleich
Wir vergleichen romanische Sprachen miteinander und decken dabei überraschende Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf. Zusätzlich vergleichen wir die romanischen Sprachen auch mit nicht-romanischen Sprachen. Auf diese Weise schärfen wir unser Verständnis für sprachliche Vielfalt und erkennen, dass die gleichen Funktionen auf ganz unterschiedliche Arten ausgedrückt werden können. Der Workshop richtet sich an Klassen, in denen zumindest eine romanische Sprache unterrichtet wird (Französisch, Spanisch oder Italienisch).
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Zielgruppe: Mittelschule, AHS (SEK 1), AHS (SEK 2), BHS
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Dauer: 1 UE
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Ort: In Präsenz in Steiermark · Online in allen Bundesländern · bevorzugt Großraum Graz
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Es fallen keine Fahrtkosten an.
Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang
- Ich arbeite als Assoziierter Professor am Institut für Romanistik der Universität Graz, wo ich im Bereich der französischen und spanischen Sprachwissenschaft forsche und lehre.
- Meine Dissertation zur diachronen Entwicklung französischer Antikausativa habe ich im Rahmen eines deutsch-französischen Graduiertenkollegs an den Universitäten Stuttgart und Paris 8 verfasst und im Oktober 2008 verteidigt. Anschließend habe ich in meinem Habilitationsprojekt die informationsstrukturellen Eigenschaften spanischer Depiktiva untersucht. Die Lehrbefugnis für das Habilitationsfach "Romanische Sprachwissenschaft" wurde mir im Dezember 2017 von der Universität Graz verliehen.
- Derzeit beschäftige ich mich in meiner Forschung v.a. mit verwaisten Präpositionen und den Belebtheitsrestriktionen französischer und spanischer Pronomen (SFB-Teilprojekt: Animacy features and the flexibility of pronouns).