Dr. Eva Böhm
- 2-4 Besuche pro Jahr
- Bevorzugte Regionen: Steiermark.
- Bietet individuelle Besuche an.
- Besucht gerne: Kindergärten, Volksschulen, SEK I, SEK II, Sonderschulen und inklusive Schulzentren, sowie sonstige Einrichtungen (z.B. Bibliotheken).
- Es fallen keine Fahrtkosten an.
Forschungsschwerpunkte
- Chronische Lungenerkrankungen
- Immunsystem und Entzündung
- Immunpharmakologie
- Chronobiologie
Aktuelle Projekte
Einfluss des circadianen Systems bei Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD: Asthma ist eine heterogene chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, die durch eine bronchiale Hyperreaktivität und eine variable Atemwegsobstruktion gekennzeichnet ist und einer circadianen Rhythmik unterliegt. Die klinischen Symptome der Bronchokonstriktion und der Mukusüberproduktion verschlimmern sich in der Regel nachts, etwa 90 % der Asthmaanfälle treten zwischen den späten Abendstunden und dem frühen Morgen auf, was die Schlaf- und Lebensqualität von Asthmapatient*innen massiv beeinträchtigt.
Mögliche Gründe dafür sind die Dominanz des parasympathischen Nervensystems während des Schlafs, die zu einer Verengung der Atemwege führt und die verringerte Sekretion von Steroidhormonen in der Nacht, die möglicherweise die Entzündung der Atemwege verschlimmert. Neben den circadianen Schwankungen der Katecholamine, vieler Entzündungsmediatoren, der circadianen Hormone Cortisol und Melatonin, dürften auch Polymorphismen der Betarezeptoren und vor allem die sogenannte molekulare circadiane Uhr eine wichtige regulatorische Rolle spielen.
Unsere aktuellen Forschungsergebnisse zeigen, dass die Proteinexpression der einzelnen Komponenten der molekularen circadianen Uhr vor allem in den Bluteosinophilen von Asthmatiker*innen stark reduziert ist. Diese „Drosselung“ scheint entzündungsbedingt zu sein und spiegelt den Schweregrad der Erkrankung, eine Atemwegsobstruktion und bestehende Allergien der Patient*innen wieder. Daher könnte die gezielte pharmakologische Beeinflussung der molekularen circadianen Uhr in Zukunft eine entzündungshemmende und bronchoprotektive Therapieoption für Asthmatiker*innen darstellen.
Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang
- Studium der Mikrobiologie an der Karl-Franzens Universität Graz (bis 2004)
- Naturwissenschaftliches Doktorat an der Medizinischen Universität Graz (2008)
- Forschungsaufenthalt an den National Institutes of Health, Bethesda, USA (2011/12)
- Habilitation im Fach Pharmakologie an der Medizinischen Universität Graz (2014)
- Assoziierte Professur an der Medizinischen Universität Graz (2017)