Ines Buchegger , MA
- 1-2 Besuche pro Jahr
- Bevorzugte Regionen: Steiermark (Graz, Graz-Umgebung und Weststeiermark).
- Bietet individuelle Besuche an.
- Besucht gerne: SEK I, SEK II.
- Fahrtkosten sind von der Schule zu übernehmen.
Forschungsschwerpunkte
- Übersetzen und Dolmetschen
- Maschinelle Übersetzung im Kontext von Migration
- Machine Translation Literacy
Aktuelle Projekte
- 如果您能读到这篇文章,那么要么您的母语是中文,要么您正在使用翻译应用程序。但是,当您需要借助此类应用程序来管理日常生活时,实际情况又是怎样的呢?
Stellen Sie sich vor, Sie ziehen in ein neues Land und verstehen die Sprache kaum bzw. Sie können die Schrift nicht lesen. Eine App auf dem Handy soll helfen, z.B. beim Arzttermin, beim Ausfüllen von Formularen, beim Verstehen eines Briefs von der Schule. Aber was passiert, wenn die App falsch übersetzt? Im partizipativen Projekt DiMiTra beschäftigen wir uns mit Maschineller Übersetzung (MÜ) und gesellschaftlicher Teilhabe, genauer gesagt damit, wie Übersetzungsapps wie Google Translate, Google Lens oder DeepL im Alltag genutzt werden, um sprachliche Barrieren zu überwinden. Beteiligt sind neun Frauen mit den Erstsprachen Mandarin, Farsi, Dari, Ukrainisch, Polnisch und Bulgarisch. Partizipativ bedeutet, dass die Frauen selbst beobachtet, dokumentiert und analysiert haben, wie sie diese Apps nutzen. Somit haben sie das Projekt aktiv mitgestaltet. Die Erkenntnis? Maschinelle Übersetzung kann vieles erleichtern, aber sie kann auch Ergebnisse verzerren, bestimmte Sprachen und Personengruppen ausgrenzen oder falsche Sicherheit vermitteln. Diejenigen, die wissen, wie man sie richtig einsetzt, haben einen eindeutigen Vorteil. - Die gute Dolmetscherin von Graz: Kommunaldolmetscher:innen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Verständigung und Teilhabe in unserer Gesellschaft. Ihre Arbeit ist geprägt von Verantwortungsbewusstsein und dem Wunsch zu helfen. Dieses Engagement und die hohe Motivation bestimmen auch das öffentliche Bild von Kommunaldolmetscher:innen, von denen häufig erwartet wird, flexibel, verfügbar und über das rein Sprachliche hinaus engagiert zu sein, nicht selten auch ehrenamtlich. Das steht im Widerspruch zu den strukturellen Rahmenbedingungen, in die Vulnerabilität und prekäre Arbeitsverhältnisse eingeschrieben sind. Kommunaldolmetscher:innen werden in vielen Fällen schlecht oder gar nicht bezahlt, die Auftragslage ist unsicher, die Tätigkeit ist oft psychosozial herausfordernd und erfährt nur geringe gesellschaftliche Anerkennung.
Vor diesem Hintergrund schafft das Projekt einen offenen, partizipativen und kreativen Raum für Austausch, Reflexion und gegenseitige Unterstützung. Ziel ist es, mit theaterpädagogischen Methoden Erfahrungen sichtbar zu machen, Vernetzung und Solidarität unter und mit Kommunaldolmetscher*innen zu stärken sowie das Bewusstsein für Arbeitsrechte und faire Rahmenbedingungen zu schärfen.
Thematischer Workshop
Lost in Translation: Die lustigen und ernsten Fehler der Maschinellen Übersetzung
Dieser Workshop nimmt Schüler:innen mit hinter die Kulissen der KI-Übersetzung. Nach einer kurzen Einführung in die Funktionsweise testen wir kostenlose Online-Übersetzungstools und erkunden anhand konkreter Alltagssituationen (z.B. im Krankenhaus, in der Schule oder im Einkaufsgeschäft) wie gut Google Translate & Co. funktionieren und wann man ihnen besser nicht blind vertrauen sollte. Mehrsprachige Schüler:innen können mit ihren jeweiligen Sprachen experimentieren.
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Zielgruppe: Mittelschule, AHS (SEK 1), AHS (SEK 2), BHS, BMS, Polytechnische Schulen, Berufsschulen
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Dauer: 2 UE
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Ort: In Präsenz in Steiermark
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Fahrtkosten sind von der Schule zu übernehmen.
Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang
- 2021-jetzt: Doktoratsstudium
- 2016-2021: Master Dolmetschen und Übersetzen
- 2012-2016: Bachelor Deutsch und Transkulturelle Kommunikation