Univ.-Prof. Kurt Hahn
- 1-3 Besuche pro Semester
- Bevorzugte Regionen: Burgenland, Kärnten, Oberösterreich, Steiermark.
- Bietet individuelle Besuche und thematische Workshops an.
- Besucht gerne: SEK I, SEK II.
- Keine anfallenden Kosten für die Schule.
Forschungsschwerpunkte
- Transatlantische Austauschprozesse: Kultur- und Wissenstransfers zwischen Europa und Lateinamerika
- Französisch- und spanischsprachige Literaturen der Moderne und Postmoderne
- Medientechnologien und Literatur
- Ethik und Literatur (insbesondere Lyrik)
- Figuren und Figurationen des Komischen: Worüber lachen wir?
Aktuelle Projekte
Zur unheimlichen Macht der Medien: Dieses Projekt (Tagung / Veröffentlichung) widmet sich der Macht, die Medien seit jeher und ganz besonders in Zeiten sozialer Netzwerke über ihre Nutzer:innen ausüben. Literarische Fiktionen (aber auch benachbarte Genres wie Film, Graphic Novel, Songs, Netzkunst) demonstrieren vielfach, wie diese Medienmacht einen nachgerade 'unheimlichen' Einfluss auf menschliches Leben gewinnt. Unsere Forschungsprojekte drehen sich um Herzkrankheiten, welche die Haupttodesursache in der westlichen Welt sind. Allgemein ist die Entwicklung neuer Therapien zur Behandlung von geschädigtem Herzgewebe ist von entscheidendem klinischen und wissenschaftlichen Interesse.
Kulturen des Komischen (Mitarbeit in einem Netzwerk zur Komikforschung): Warum lachen wir und was hat das Lachen über (mehr oder minder) Komisches mit der Ausbildung von elementaren Kulturtechniken, wie wir sie alltäglich anwenden, zu tun? Nicht umsonst geben vielfach die einfachsten Tätigkeiten wie Gehen, Essen oder Sprechen Anlass, um in ihrem Scheitern ver- und belacht zu werden.
Das Netzwerk 'Comic Literacies', das von Dr. Roxanne Phillips (Essen) geleitet wird und an dem der Wissenschaftsbotschafter Kurt Hahn mitwirkt, widmet sich den kulturellen und historischen Dimensionen des Komischen und möchte zeigen, dass sich in jedem Lachen auch ein implizites Wissen verbirgt.
Globale Dimensionen des Mittelmeers: 'Transmediterrane Verflechtungen' (Schwerpunktbereich, Univ. Graz): Der Schwerpunktbereich 'Transmediterrane Verflechtungen - Bewegungen und Beziehungen im Mittelmeerraum und darüber hinaus', der an der Geisteswiss. Fakultät der Universität Graz eingerichtet wurde und an dem der Wissenschaftsbotschafter Kurt Hahn mitwirkt, erforscht die wesentliche Bedeutung des Mittelmeers für die Ausbildung nicht nur europäischer Kulturen. In den Blick genommen werden auch darüber hinausreichende globale (z.B. transatlantische) Impulse und Entwicklungen, deren Ausgangspunkt ein mediterraner war - denken wir nur an die in aller Welt gerühmte mediterrane Küche/Ernährung ...
Thematische Workshops
Nomen est omen: Don Quijotes Welt der Namen
„Nomen est omen“ – heißt es bekanntlich und das gilt nirgendwo so sehr wie in der wunderbaren Welt der fahrenden Ritter, bösen Zauberer, verwunschenen Feen und engelsgleichen Damen. Eine geradezu magische Auffassung von Sprache bewirkt, dass hier Wörter und Dinge auf ganz besondere, ganz besonders witzige Weise – und nicht bloß per Konvention – miteinander verbunden sind. Nur: Ist die Welt, in der wir dem ebenso genialen wie verrückten 'Don Quijote de la Mancha' begegnen, tatsächlich noch so eine Welt des Wunderbaren?
Ein Workshop für alle Schülerinnen und Schüler, die schräge Typen und Sprachwitz lieben und die auch noch in Zeiten Künstlicher Intelligenz an die Macht der Phantasie glauben.
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Zielgruppe: AHS (SEK 1), AHS (SEK 2), BHS, Polytechnische Schulen
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Dauer: 2 UE
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Ort: In Präsenz in Burgenland, Oberösterreich, Steiermark · Online in allen Bundesländern
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Es fallen keine Fahrtkosten an.
Transatlantische Passagen – Menschen, Güter und Ideen zwischen Europa und Lateinamerika: Eine kleine Kultur- und Mediengeschichte
Der Workshop widmet sich den wechselhaften Beziehungen zwischen dem so genannten ‚alten‘ Europa und dem angeblich von Kolumbus entdeckten ‚Nuevo Mundo‘ Lateinamerikas. Er nimmt dabei sowohl die dunkle kolonialgeschichtliche Vergangenheit als auch den vielfältigen transatlantischen Austausch in politischen, ökonomischen sowie v.a. kulturellen und künstlerischen Aspekten bis heute in den Blick. Dabei lädt er die Schülerinnen und Schüler ein, sich auch selbst Gedanken zu machen, welche Berührungspunkte sie bereits mit lateinamerikanischen Kulturen hatten, z.B. in Bereichen wie Musik, Tanz, Film oder mittels eigener Sprach- und Reiseerfahrungen.
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Zielgruppe: AHS (SEK 1), AHS (SEK 2), BHS, Polytechnische Schulen
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Dauer: 2 UE
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Ort: In Präsenz in Burgenland, Oberösterreich, Steiermark · Online in allen Bundesländern
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Es fallen keine Fahrtkosten an.
Worüber lachen wir? Und warum? Über das Komische
Zu den Ursachen und Anlässen, Arten und Funktionen des Lachens gibt es allerlei schlaue (aber selten witzige) Theorien und Begriffe. Gelacht wird über das – so behaupten diese Theorien –, was komisch ist; und komisch ist, was auf die eine oder andere Weise vom Erwartbaren abweicht. Doch wo hört das Komische auf und beginnt das Geschmacklose und Verletzende? Und welche Zusammenhänge bestehen zwischen dem Komischen und Politischen? Und gehören Trauriges und Lustiges, Tragisches und Komisches vielleicht doch enger zusammen, als vielfach behauptet? Am Wichtigsten aber: Worüber lacht Ihr als Schülerinnen und Schüler eigentlich? Und worüber nicht mehr? Das Netz und die sozialen Medien setzen in vielfältiger Weise auf das Komische und auf unser Lachen. Dass dies nicht selten sehr widersprüchlich, sehr ambivalent ausfällt, ist oftmals intendiert, liegt aber auch in der Natur des Komischen.
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Zielgruppe: AHS (SEK 1), AHS (SEK 2), BHS, Polytechnische Schulen
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Dauer: 2 UE
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Ort: In Präsenz in Burgenland, Oberösterreich, Steiermark · Online in allen Bundesländern
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Es fallen keine Fahrtkosten an.
Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang
Kurt Hahn ist seit März 2021 Professor für Romanische Literatur- und Kulturwissenschaft am Institut für Romanistik der Karl-Franzens-Universität Graz. Nach seinem Studium für Romanische Philologie (Französisch und Spanisch) und Neuere Deutsche Literatur an den Universitäten München und Lyon wurde er in München promoviert und in Eichstätt-Ingolstadt habilitiert; in Lehre und Forschung war er an den Universitäten Heidelberg, Eichstätt-Ingolstadt, Würzburg und wiederum München tätig. Zu seinen literaturwissenschaftlichen Schwerpunkten zählen die hispanoamerikanische Erzählliteratur, transatlantische Kulturkontakte, die (post-)moderne Lyrik französischer und spanischer Sprache sowie mediale, ökonomische und ethische Aspekte des Literarischen.