Jump to main content Jump to footer Skip navigation Jump to navigation start

Univ.Prof. Nanna Heidenreich

Nanna Heidenreich, *1970, Professorin für Transkulturelle Studien an der Universität für Angewandte Künste in Wien. Berlin, 18.09.2020
© Anja Weber
  • 1-2 Besuche pro Semester
  • Bevorzugte Regionen: Wien.
  • Bietet individuelle Besuche an.
  • Besucht gerne: Kindergärten, Volksschulen, SEK I, SEK II und sonstige Einrichtungen (z.B. Bibliotheken).
  • Es fallen keine Fahrtkosten an.


Forschungsschwerpunkte

  • Faschisierung
  • Alter
  • Natur und Grenzen


Aktuelle Projekte

  • Faschisierung (Ringvorlesung und Arbeitsgruppe): Der Begriff „Faschismus“ ruft meist Assoziationen zu klar umrissenen historischen und geographischen Kontexten hervor, ist jedoch für die Analyse gegenwärtiger Entwicklungen umstritten. Mit „Faschisierung“ ist daher bewusst ein prozessualer Ansatz gewählt, der nicht auf Gleichsetzung mit den verschiedenen Formen des historischen Faschismus abzielt. Vielmehr sollen Tendenzen aufgezeigt und analysiert werden, deren originäre Einstiege ebenso offen sind wie die Endpunkte, die nicht zuletzt von unserem Handeln abhängen. Wie lassen sich aktuelle Konflikte und Kräfteverhältnisse verstehen? Welche Strukturen und Machtbeziehungen befeuern faschisierende Dynamiken und welche können ihnen entgegentreten? Und wie verlaufen Prozesse der Faschisierung in unterschiedlichen gesellschaftlichen Feldern und Kontexten – national wie international? Neben analytischen Perspektiven (historisch, empirisch und theoretisch) geht es dabei auch um Gegenstrategien. 

    Projektlink

  • Alter: Das Alter »zeigt, dass alles neu zu regeln ist, von Anfang an.« so schreibt Simone de Beauvoir in Das Alter [La Vieillesse], das sie 1970 mit 62 verfasst hat, nach Jahren der Recherche und der intensiven Auseinandersetzung mit einem Thema, was man nur zu verstehen scheint, wenn es einem selbst zustößt. Damit meint de Beauvoir, dass die Weise, wie wir Gesellschaft denken und in Theorien und Büchern entwerfen, das Alter systematisch ausblendet. Was heißt das, das Alter einzublenden? Was hat Alter mit Geschlecht zu tun, oder mit Sexualität? Ist älter werden, insbesondere in der Phase der Peri/Menopause, eine Form der Transition? Wie hängen Alter und Wut zusammen? 

    Projektlink

    Projektlink

  • Mit der Natur Grenzen ziehen: Vor fast 25 Jahren fragten die südafrikanischen Wissenschaftler:innen Jean und John Comaroff, wann pflanzliche „Eindringlinge“ zu einem dringenden politischen Thema werden. Seitdem sorgen nichtmenschliche „Invasionen“ – Pflanzen, Tiere und andere – immer wieder für Schlagzeilen. Diese mediale Berichterstattung wurde hinsichtlich ihres rassistischen Vokabulars und der problematischen Darstellung einer „fehl am Platz befindlichen Natur“ in vielen Publikationen kritisch analysiert. Und nur zwei Jahre nach dem Artikel der Comaroffs bezeichnete der Naturschutzbiologe David Theodoropoulos die Invasionsbiologie (manchmal auch als Invasionswissenschaft bezeichnet) als Pseudowissenschaft. Und doch hat der militärische Begriff, der 1958 von Charles Elton in ökologische Diskussionen eingeführt wurde, seitdem noch mehr an Bedeutung gewonnen und hat trotz tiefgreifender Kritik oft andere Forschungsfelder verdrängt, die sich mit Artenwanderungen befassen, wie beispielsweise die Phytogeographie, die botanische Geographie, die Phytodiversität und die Ruderalvegetationsforschung, um nur einige zu nennen (mit besonderem Fokus auf Pflanzenwanderungen). Ich greife die Frage der Comaroffs nach dem Zusammenhang zwischen Politik, Nationalstaat und Pflanzenwanderungen erneut auf und betrachte diese im Zusammenhang mit der Militarisierung von Grenzen. Hierbei fokussiere ich vor allem auf den Białowieża-Nationalpark zwischen Polen und Belarus. 

    Projektlink


Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Ich habe zunächst Chemie, dann Sozialwissenschaften in Göttingen studiert und mit einem Diplom als Sozialwirtin abgeschlossen. Während meines Studiums war ich mit einem Stipendium an der University of California at Berkeley, was wegweisend war für die Themenfindung meiner Diplomarbeit und daran anschließend meines Doktorats in Kulturwissenschaft (Humboldt Universitär Berlin). Ich habe viele Jahre auch als Kuratorin für Film und Video gearbeitet und mache bis heute regelmäßig Filmvermittlungsarbeit. Bevor ich Professorin für Transkulturelle Studien an der "Angewandten" in Wien wurde, hatte ich Professuren in der Medienwissenschaft, Digital Narratives und Medienkulturwissenschaft inne (Hildesheim, Düsseldorf und Köln). Seit 2020 bin ich nun in Wien. Ich bewege mich beständig zwischen verschiedenen Fächern / Disziplinen und trotz meiner theoretisch komplexen Forschung habe ich großes Interesse auch an Austausch mit Schüler:innen aller Schulformen und -Stufen. Bildung muss zugänglich gemacht werden, gerade auch die sogenannte "höhere" Bildung - nicht nur für die Kinder und Jugendlichen, die einen entsprechenden Klassenhintergrund und damit Erfahrung mit einem bildungsbürgerlichen Habitus haben. 

Plan visit
Nanna Heidenreich, *1970, Professorin für Transkulturelle Studien an der Universität für Angewandte Künste in Wien. Berlin, 18.09.2020
© Anja Weber
Organization
Universität für angewandte Kunst Wien
Department/ Institute
Transkulturelle Studien
Real visits in
Wien
Field(s) of Science
GEISTESWISSENSCHAFTEN
KUNST UND KULTUR
YouTube is deactivated

We need your consent to use YouTube videos. For more information, see our Privacy Policy.

Vimeo is deactivated

We need your consent to use Vimeo videos. For more information, see our Privacy Policy.

OpenStreetMap is deactivated

We need your consent to use OpenStreetMap. For more information, see our Privacy Policy.

Issuu is deactivated

We need your consent to use Issuu. For more information, see our Privacy Policy.

privacy_overlay.arcgis.title

privacy_overlay.arcgis.description

privacy_overlay.peertube.title

privacy_overlay.peertube.description