Dr. Ariane Pessentheiner
„Kinder und Jugendliche sind durch ihre Neugier eigentlich geborene Forscherinnen und Forscher. Ich möchte diese Neugier entfachen und den Schülerinnen und Schülern zeigen, dass Wissenschaft überall ist, um dadurch Interesse für naturwissenschaftliche Fächer zu wecken und zu fördern.“
- 1-2 Besuche pro Semester
- Bevorzugte Regionen: Steiermark
- Bietet individuelle Besuche und thematische Workshops an.
- Besucht gerne folgende Schulstufen: Volksschulen, SEK I, SEK II, Sonderschulen und inklusive Schulzentren
- Fahrtkosten sind von der Schule zu übernehmen.
Forschungsschwerpunkte
- Krebserkennung – (digitale) Pathologie
- Stoffwechselerkrankungen (Diabetes, Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen)
- Gesundes Altern
Aktuelle Projekte
DigiPath – Krebskampf:
„Wie kann jede:r von uns dazu beitragen, Krebs besser zu verstehen – auch ohne medizinische Ausbildung?“
Dieser Frage geht das Projekt „DigiPath – Krebskampf“ nach. Ausgangspunkt sind alltagsnahe Situationen, etwa die Untersuchung eines auffälligen Muttermals und die Bedeutung einer frühen Diagnose. Dabei wird vermittelt, wie Krebsdiagnostik klassisch durch Pathologinnen bzw. Pathologen und zunehmend mithilfe digitaler Pathologie und künstlicher Intelligenz erfolgt.
Hier setzt unser Projekt an. Wir machen Schüler:innen mit pathologischen Methoden vertraut Im Projekt werden Schüler:innen mit pathologischen Methoden vertraut gemacht und aktiv in reale Forschungsprozesse eingebunden. Sie arbeiten mit anonymisierten Gewebedaten, markieren Tumor- und Nicht-Tumor-Bereiche und nutzen digitale Werkzeuge aus der Forschung. So leisten sie einen konkreten Beitrag zur Entwicklung KI-gestützter Diagnostik.
Für den schulischen Kontext bietet das Projekt vielfältige Anknüpfungspunkte, unter anderem in Zell- und Humanbiologie, Medizin, Gesundheit und Prävention sowie im Bereich Wissenschaft und Gesellschaft. Der Ansatz verbindet Bildung, Citizen Science und biomedizinische Forschung und ermöglicht Schüler:innen eine aktive Teilhabe an wissenschaftlicher Arbeit.
MetAGE – Stoffwechsel verstehen, gesund altern
Der Stoffwechsel ist ein zentrales Thema im Biologieunterricht: Wie gewinnt der Körper Energie? Wie funktionieren Zellen? Und wie beeinflussen Ernährung und Lebensstil unsere Gesundheit? Der Forschungscluster MetAGE knüpft genau an diese Fragen an und erweitert sie um eine gesellschaftlich hochrelevante Perspektive: gesundes Altern.
MetAGE untersucht, wie sich Stoffwechselprozesse im Laufe des Lebens verändern und welche Rolle sie bei altersbedingten Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielen. Im Mittelpunkt steht die sogenannte Stoffwechselflexibilität, das ist die Fähigkeit des Körpers, Energieprozesse an wechselnde Anforderungen anzupassen.
Das interdisziplinäre Forschungsnetzwerk verbindet molekularbiologische Grundlagenforschung mit klinischen Studien. Dadurch können Erkenntnisse aus dem Labor direkt am Menschen überprüft werden.
Für den schulischen Kontext bietet das Projekt Anknüpfungspunkte in den Bereichen Zellbiologie, Physiologie, Humanbiologie, Gesundheit und Prävention sowie Wissenschaft und Gesellschaft. Es zeigt exemplarisch, wie naturwissenschaftliche Forschung aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen aufgreift und lösungsorientiert bearbeitet.
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DigiPath – wo Krebserkennung auf Kreativität trifft
Wie funktioniert Krebsdiagnostik – und was hat sie mit Mikroskopen, digitalen Bildern und Kunst zu tun?
Im drei bis vierstündigen Workshop „DigiPath – Krebskampf“ tauchen Schüler:innen in die Welt der (digitalen) Pathologie ein. Sie lernen, was mit Gewebeproben passiert, die von Ärzt:innen bzw. Ärzten genommen werden und welche Schritte sie auf dem Weg zur Krankheitsdiagnose durchlaufen. Dabei erklären wir, wie Gewebeproben klassisch unter dem Lichtmikroskop untersucht werden und wie dieselben Proben heute digitalisiert und am Computer analysiert werden können.
Die Teilnehmenden probieren sowohl klassische als auch digitale Mikroskopiermethoden aus, erhalten einen altersgerechten Einblick in die Pathologie – insbesondere im Zusammenhang mit Hautkrebs – und erfahren, welche Rolle digitale Technologien und künstliche Intelligenz in der modernen Medizin spielen.
Abschließend wird das Gesehene und Gelernte künstlerisch umgesetzt: Mikroskopische Strukturen dienen als Inspiration für kreative Arbeiten, die Wissenschaft und Kunst miteinander verbinden. Der Workshop fördert naturwissenschaftliches Verständnis, kritisches Denken, genaues Hinschauen und kreative Ausdrucksformen gleichermaßen.
Idealerweise haben die Schüler:innen Zugang zu Laptops oder Tablets.
Für Volksschulen ist der Workshop ab der dritten Schulstufe geeignet.
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workshop.detail.target_group.label Volksschule, Mittelschule, AHS (SEK 1), AHS (SEK 2)
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workshop.detail.duration.label 3 workshop.detail.duration.unit
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workshop.detail.country.label workshop.detail.online_available.realvisit Steiermark
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workshop.detail.travel_costs
Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang
Mein Studium in Biochemie und Molekularer Biomedizin absolvierte ich an der Universität Graz (2003-2009). Danach beschäftigte ich mich in meiner Dissertation an der TU Graz eingehend mit der Entwicklung von Fettzellen und ihrer Rolle in der Entstehung von metabolischen Krankheiten (bis 2014). Nach einem kurzen Postdoc an der TU Graz, ging es dann für einen 3 1/2 jährigen Forschungsaufenthalt an die University of California in San Diego (2017 bis 2020), wo ich mich besonders auf das Thema Atherosklerose und ihre Prävention bzw. Behandlung fokussierte. Danach ging es zurück nach Österreich an die Medizinische Universität Graz, wo ich ab 2021 mein erstes Wissenschaftskommunikationsprojekt leitete. Zurzeit befinde ich mich als wissenschaftliche Projektmanagerin und Wissenschaftskommunikatorin wieder an der Uni Graz. Hier führe ich in einem zweiten WissKomm-Projekt, Schüler/innen in das Thema "Membranbiophysik" mithilfe eines spannenden Comicworkshops ein.