Katharina Ledebur
- 1 Besuch pro Semester
- Bevorzugte Regionen: Wien
- Bietet individuelle Besuche an.
- Besucht gerne: Volksschulen, SEK I, SEK II, Sonderschulen und inklusive Schulzentren.
- Keine anfallenden Kosten für die Schule.
Forschungsschwerpunkte
- Complex Systems
- Data Science
- Epidemiologie
- Public Health
- Post-virale Krankheiten
- Chronische Krankheiten
Aktuelle Projekte
HeatProtect: Hitzewellen stellen eine zunehmende gesundheitliche Belastung dar, insbesondere für ältere Menschen, Kinder und Personen mit chronischen Erkrankungen. Hohe Tages- und Nachttemperaturen erhöhen nachweislich das Risiko für Erkrankungen und führen zu mehr Krankenhausaufenthalten und Rettungseinsätzen. Mit dem Klimawandel wird diese Belastung weiter zunehmen und das Gesundheits- und Pflegesystem zunehmend unter Druck setzen.
Das Projekt HeatProtect analysiert erstmals systematisch die Auswirkungen von Hitzewellen auf das österreichische Gesundheitssystem. Auf Basis von Gesundheits- und Wetterdaten werden kritische Temperaturschwellen, besonders betroffene Regionen und vulnerable Gruppen identifiziert. Gemeinsam mit Praxispartner:innen werden evidenzbasierte Frühwarn- und Entscheidungsinstrumente entwickelt, um akute Maßnahmen besser zu steuern und langfristige Anpassungsstrategien im Gesundheitsbereich zu unterstützen.
Smartwatch-Daten: Unterschiede bei Long-Covid-Betroffenen bereits vor der Infektion: Das Projekt untersucht, ob und wie sich Menschen mit anhaltenden Symptomen nach einer SARS-CoV-2-Infektion in ihrem alltäglichen Verhalten und ihren physiologischen Messwerten von anderen unterscheiden. Im Fokus steht nicht die Ursachenklärung, sondern die Beschreibung und Charakterisierung dieser Unterschiede anhand von Daten aus Fitnessarmbändern und Smartwatches.
Durch den Vergleich mit symptomfreien Personen vor und nach der Infektion zeigt das Projekt, dass sich bestimmte Muster in Aktivität, Herzfrequenz und Lebensqualität bereits früh erkennen lassen. Damit liefert die Studie eine datenbasierte Grundlage, um langfristige Gesundheitsverläufe besser zu beobachten und das Potenzial von Wearables für die Nachverfolgung von Infektionsfolgen aufzuzeigen.
Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang
Ich habe meinen Bachelor- und Masterabschluss in Biophysik an der Humboldt-Universität in Berlin gemacht. Bereits im Bachelorstudium zeigte sich mein Interesse an der theoretischen Forschung, das ich in meiner Masterarbeit im Rahmen der Komplexitätswissenschaften auf die Ausbreitung von Infektionskrankheiten fokussierte. Diesem Thema bin ich in meiner Doktorarbeit am Complexity Science Hub und der Medizinischen Universität Wien weiter nachgegangen. Nach und nach habe ich mich dann auf die Ursachen und Konsequenzen von chronischen Krankheiten und deren Auswirkungen auf den Menschen, die Bevölkerung und das Gesundheitswesen konzentriert.