Pilzfinder
Die Citizen Scientsits suchen Pilze, fotografieren und dokumentieren diese und tragen so zur Biodiversitätsforschung bei.
Das Projekt auf einen Blick
Wissenschaftsbereich: Naturwissenschaften
Ort: Mitforschen ist österreichweit möglich.
Zielgruppen: Schulklassen/Jugendgruppen (Primar, SEK I und SEK II), Einzelpersonen und Familien
Erforderliche Ausstattung: Kamera oder Smartphone, um Pilze zu fotografieren; Smartphone, Tablet oder Computer mit Internet zum Hochladen der Daten
Anmeldung zum Mitforschen: Anmeldung via E-Mail an irmgard.greilhuber@univie.ac.at UND Registrierung auf der Plattform Pilzfinder.at (Gruppenaccount für Schulklassen/Jugendgruppen oder Familien, Einzelregistrierung für Einzelpersonen)
Zeitraum zum Mitforschen: 1. April bis 31. Juli 2026
Tätigkeiten der Citizen Scientists: Pilze im Freien suchen und fotografieren und mit Angaben von Umgebungsangaben hochladen
Zeitaufwand zum Mitforschen: Beobachtung im Freiland, im Garten oder bei einer Wanderung: Zeitaufwand frei wählbar
Melden auf pilzfinder.at: pro Meldung ca. 5 min
Projektbeschreibung
Das Projekt Pilzfinder erfasst, welche Pilzarten auftreten (Artenerhebung), wo sie vorkommen (Kartierung), wie häufig und in welchen Höhenstufen sie wachsen, und untersucht phänologische sowie höhenlagenmäßige Verschiebungen im Zusammenhang mit der Klimaerwärmung.
Die von Citizen Scientists generierten Meldungen tragen zur Verbesserung der Datenlage bei, wodurch die Zuverlässigkeit von Prognosen, etwa für die Rote Liste der Pilze Österreichs und globale Gefährdungsabschätzungen, erhöht wird. Die verbesserte Kenntnis der Verbreitung der Pilzarten eröffnet außerdem Möglichkeiten für Schutzmaßnahmen und trägt damit zur Bewältigung der Biodiversitätskrise bei.
Die Citizen Scientists lernen durch ihre Teilnahme am Projekt viele Pilze kennen, erfahren Wissenswertes zu deren Ökologie und zum Speisewert ihrer fotografierten Pilze und gewinnen einen Überblick über die Pilzarten ihres Sammelgebietes.
Wie kann man mitforschen?
Die Teilnehmenden registrieren sich einmalig auf der Projektseite. Dann suchen die Citizen Scientists aktiv im Freien Pilze und fotografieren diese (mehrere Ansichten wie oben, seitlich, unten, sowie Schnitt). Die Größe wird nach Möglichkeit mit einem Größenvergleich dokumentiert.
Der Fundort des Pilzes wird auf der interaktiven Karte von Pilzfinder.at präzise lokalisiert, die Fotos hochgeladen und einige Umgebungsinformationen ergänzt.
Nach Möglichkeit können noch weitere ökologische Angaben hinzugefügt werden, wie z.B. Waldtyp (Laub- oder Nadelwald), Begleitbäume, Geselligkeit sowie vergängliche Merkmale wie Geruch, Verfärbungen und Milchsaft.
Ein Anleitungs-PDF bzw. -Video steht auf der Webseite zur Verfügung.
Die Community-Funktion in der App ermöglicht schnelle Rückfragen und Austausch zwischen Meldenden und Forschenden bzw. können die einzelnen Pilz-Funde kommentiert werden. Alle Pilz-Meldungen durchlaufen außerdem eine Plausibilitätsprüfung.
Was passiert mit den Beiträgen der Citizen Scientists?
Die Fotos werden auf die Online-Plattform hochgeladen und dort bestimmt. Die Meldungen sind auf der Homepage des Pilzfinders öffentlich zugänglich. Sichere Bestimmungen fließen in die Datenbank der Pilze Österreichs der Österreichischen Mykologischen Gesellschaft und damit in die mykologische Forschung ein.
Preise
Die Schulklassen/Jugendgruppen erhalten Geldpreise.
1. Platz: 1.000 Euro
2. Platz: 750 Euro
3. Platz: 500 Euro
Die drei besten Einzelpersonen und Familien erhalten Sachpreise.
Es gewinnen diejenigen Schulklassen und weiteren Citizen Scientists, die die meisten verschiedenen Pilzarten gemeldet haben. Es zählen nur georeferenzierte, also auf der Karte verortete, eindeutig bestimmbare Meldungen mit Foto.
Beteiligte Einrichtung
Kontakt
ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Irmgard Greilhuber