Biodiversität am Friedhof
Citizen Scientists dokumentieren Tiere, Pflanzen und Pilze mit Fotos, Audios und Kurzbeschreibungen auf Friedhöfen in ihrer Umgebung und melden diese den Forschenden. Sie leisten damit Beiträge zu einer offenen Datenbank zur Erforschung und Vermittlung urbaner Biodiversität.
Das Projekt auf einen Blick
Wissenschaftsbereich: Naturwissenschaften
Ort: Mitforschen ist österreichweit möglich.
Zielgruppen: Schulklassen/Jugendgruppen ab 8 Jahren, Einzelpersonen und Familien
Erforderliche Ausstattung: Smartphone, Tablet oder Digitalkamera zum Fotografieren und für Audioaufnahmen
Anmeldung zum Mitforschen: Eine formale Anmeldung beim Projektleiter Thomas Filek (thomas.filek@boku.ac.at) ist erforderlich. Nach der Anmeldung erhalten die Citizen Scientists Begleitmaterialien und weitere Informationen zum Mitforschen.
Zeitraum zum Mitforschen: 1. April bis 31. Juli 2026
Tätigkeiten der Citizen Scientists: Online-Fragebogen ausfüllen, Friedhöfe und ihre Umgebung besuchen und Sichtungen von Tieren, Pflanzen und Pilzen dokumentieren.
Zeitaufwand zum Mitforschen:
- Erwartungsfragebogen vor und nach der Teilnahme: ca. 10 Minuten
- Einführung durch die Lehrperson (optional): ca. 30-60 Minuten
- Friedhofsbegehungen: mind. 1x bis max. 3x zu je 45 bis 90 Minuten
- Hochladen der Beobachtungen auf der Webseite: ca. 10 Minuten
Projektbeschreibung
Im Zentrum dieses Projekts steht die Artenvielfalt auf österreichischen Friedhöfen. Diese sind wichtige Orte mit Bäumen, Wiesen, Hecken und ruhigen Bereichen, die vielen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten Lebensraum bieten. Die Citizen Scientists beobachten diese Arten vor Ort, dokumentieren ihre Funde mit Fotos, Audioaufnahmen und kurzen Beschreibungen und laden die Daten über die Projektwebseite hoch.
Die Beiträge werden vom Projektteam geprüft und in einer offenen Datenbank gesammelt. Ziel ist es, ein besseres Verständnis der Biodiversität im urbanen Raum zu gewinnen und gleichzeitig naturwissenschaftliche Kompetenzen zu fördern. Die Citizen Scientists lernen durch das aktive Mitforschen, wie wissenschaftliche Datenerhebung funktioniert, wie man Beobachtungen sorgfältig dokumentiert und wie ihre Daten für Forschung, Bildung und den Schutz der Natur genutzt werden können.
Wie kann man mitforschen?
Bevor die Citizen Scientists zur Datenerhebung einen Friedhof in ihrer Nähe besuchen, füllen sie einen Online-Fragebogen zur eigenen Motivation aus. Bei Friedhof-Exkursionen suchen sie dann Tiere, Pflanzen und Pilze. Diese Beobachtungen werden mit dem Smartphone oder einer Kamera fotografiert oder als Audioaufnahme festgehalten. Ergänzend notieren die Teilnehmenden Ort, Datum, Wetter, Lebensraum und beobachtetes Verhalten. Die gesammelten Daten werden anschließend über das Online-Meldeformular auf der Projektwebseite www.baf-austria.at/sichtungsmeldungen hochgeladen. Alle Beiträge werden vom Projektteam geprüft und für wissenschaftliche Auswertungen verwendet. Nach den Friedhofs-Begehungen wird erneut ein Online-Fragebogen ausgefüllt, um die Wirkung und Nachhaltigkeit des Mitforschens zu klären.
Was passiert mit den Beiträgen der Citizen Scientists?
Alle eingereichten Beobachtungen werden vom Projektteam auf Vollständigkeit und fachliche Plausibilität geprüft. Geeignete Beiträge werden anschließend unter www.baf-austria.at/karte in eine zentrale, offene Projektdatenbank aufgenommen.
Die Daten dienen der wissenschaftlichen Erforschung der Biodiversität auf Friedhöfen, dem Vergleich unterschiedlicher Standorte sowie der Weiterentwicklung von Bildungs- und Unterrichtsmaterialien. Zusammengefasste Ergebnisse werden auf der Projektwebseite veröffentlicht und für Öffentlichkeitsarbeit, Forschung und zukünftige Naturschutz- und Bildungsprojekte genutzt. Daten der Fragebögen dienen als Grundlage zur Erforschung der Motivation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Preise
Die Schulklassen/Jugendgruppen erhalten Geldpreise.
1. Platz: 1.000 Euro
2. Platz: 750 Euro
3. Platz: 500 Euro
Je drei Familien und drei Einzelpersonen erhalten Sachpreise.
Die Bewertung erfolgt durch das Projektteam nach fachlicher Prüfung aller eingereichten Beiträge (zwei Fragebögen und vollständige Biodiversitätsdaten). Berücksichtigt werden die Anzahl der gültigen Beobachtungen sowie die Qualität der Dokumentation (z. B. erkennbare Arten, vollständige Angaben zu Ort und Zeit und nachvollziehbare Zusatzinformationen).
Es gewinnen jene Schulklassen/Jugendgruppen, Einzelpersonen und Familien, die zu einem Friedhofsstandort die umfassendste und zugleich qualitativ hochwertigste Datensammlung beigetragen haben.
Beteiligte Einrichtungen
Kontakt
Thomas Filek, MA, MSc, MEd
thomas.filek@boku.ac.at