Andras Danis , PhD
- 1 Besuch pro Semester
- Bevorzugte Regionen: Wien
- Bietet individuelle Besuche an.
- Besucht gerne: SEK II
- Fahrtkosten sind von der Schule zu übernehmen.
Forschungsschwerpunkte
- Bewertung von Unternehmen,
- Finanzierung von Unternehmen,
- Konkurs von Unternehmen,
- Aktienmärkte,
- Anleihenmärkte,
- Finanzderivate (insbesondere Credit Default Swaps),
- Fusionen und Übernahmen von Unternehmen,
- Konflikte zwischen Unternehmen und Angestellten.
Aktuelle Projekte
Fusionen und die Produktivität von Angestellten: Neuere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&As) einen anhaltend negativen Effekt auf Beschäftigung und Löhne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben. Die Ankündigung einer Unternehmensübernahme erzeugt daher erhebliche Unsicherheit für Beschäftigte. Über die Auswirkungen dieser Unsicherheit auf die Mitarbeitenden eines Unternehmens ist bislang wenig bekannt. Wir untersuchen, wie M&As die Produktivität von Wissensarbeiterinnen und Wissensarbeitern beeinflussen. Wir nutzen neuartige Daten von GitHub, dem weltweit beliebtesten Kollaborationstool für Softwareentwicklung, um Produktivität zu messen. Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass die individuelle Programmierleistung in den ersten drei Monaten nach der Ankündigung zurückgeht und danach dauerhaft auf einem niedrigeren Niveau bleibt. Das Projekt liefert Erkenntnisse für die Bewertung von Deals durch Unternehmen sowie für die Einschätzung der Wohlfahrtseffekte von M&As durch politische Entscheidungsträger.
Wir fragen, ob Übernahmeankündigungen die Produktivität von Wissensarbeiterinnen und Wissensarbeitern kausal verändern und über welche Mechanismen dies geschieht. Daten zu wöchentlichen Beiträgen auf GitHub ermöglichen es uns, die Arbeitsleistung näherungsweise zu erfassen. Darüber hinaus können GitHub-Daten genutzt werden, um die Qualität der Arbeit zu approximieren. Es gibt mehrere mögliche Mechanismen, die wir untersuchen wollen. Einerseits können Übernahmeankündigungen zu weniger Output führen – etwa aufgrund von Stress, Angst und Ablenkung. Andererseits könnten Beschäftigte sich entscheiden, noch härter zu arbeiten als zuvor, um ihren Arbeitsplatz zu sichern.
Wir entwickeln ein hochfrequentes, individualbasiertes Maß für Arbeitsoutput anhand wöchentlicher GitHub-Beiträge. Im Vergleich zu berufsspezifischen Indikatoren (Patente, Publikationen, Lehrleistungen) erfasst unser Maß eine breitere Gruppe von Wissensarbeiterinnen und Wissensarbeitern (Softwareingenieur*innen, Entwickler*innen, Data Scientists, Data Engineers, Business Analysts usw.).
Die Ergebnisse haben Implikationen sowohl für Unternehmen als auch für politische Entscheidungsträger. Für Erwerber legen sie nahe, dass die Bewertung von Zielunternehmen die erwarteten Produktivitätskosten berücksichtigen sollte, die mit Übernahmen verbunden sind. Allgemeiner könnten die Befunde darauf hindeuten, dass sich die Wohlfahrtseffekte von Fusionen und Übernahmen über Kapital- und Produktmärkte hinaus erstrecken und nicht-triviale Produktivitäts- sowie psychische Gesundheitskosten für betroffene Beschäftigte einschließen.
Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang
- Matura in Wien (BG 18 Klostergasse),
- Diplomstudium Internationale Betriebswirtschaft (Universität Wien),
- PhD in Finance (WU Wien),
- Assistant Professor (Georgia Tech, Atlanta, USA, 9 Jahre),
- heute Associate Professor and der Central European University in Wien.