Malik Sharif , PhD

- 1 Besuch pro Semester
- Bevorzugte Regionen: Steiermark, Wien (Die Anreise muss mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich sein)
- Besucht gerne folgende Schulstufen: SEK II
- Anfallende Kosten für die Schule: Ersatz der Fahrtkosten
Forschungsschwerpunkte
- Musik und Politik
- ethnomusikologische Minderheitenforschung
- Geschichte der Musikwissenschaften, insbesondere der Ethnomusikologie und der Vergleichenden Musikwissenschaft
Aktuelle Projekte
Ružake gila (Ružas Lieder): Aufarbeitung des musikalischen Erbes der Roma-Sängerin Ruža Nikolić-Lakatos als digitale Ausstellung: Ružake gila widmet sich dem musikalischen Nachlass von Ruža Nikolić-Lakatos. Durchgeführt vom MMRC (Music and Minorities Research Center) der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, leistet das Projekt damit einen Beitrag zur Sichtbarmachung und Zugänglichkeit der Roma-Musik in Österreich. Die digitale Ausstellung gibt einer außergewöhnlichen Sängerin eine Plattform und ermöglicht ein Weiterleben und -geben ihrer Lieder.
Fachgeschichte der ethnomusikologischen Minderheitenforschung an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Geschichte der ethnomusikologischen Minderheitenforschung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw). Das 1965 von Walter Deutsch gegründete Institut für Volksmusikforschung konzentrierte sich, im Sinne der Tradition der europäischen Volksmusikforschung, in den ersten 20 Jahren seiner Existenz vor allem auf österreichische und europäische Instrumental- und Vokalmusik. In den späten 1980er Jahren begann sich der Fokus auf „nationale“ Volksmusik um die musikalischen Ausdrucksformen ethnischer und religiöser Minderheiten in Österreich zu erweitern. Beginnend mit einer Reihe von extern finanzierten Forschungsprojekten wurden mehr Ressourcen für die Erforschung von Minderheiten und die Einbindung in internationale Netzwerke der Forschung zu Musik und Minderheiten bereitgestellt. Die Leitung der Abteilung durch Gerlinde Haid (1994–2011) und insbesondere die Ausrichtung des internationalen Symposiums „Traditionelle Musik von Volksgruppen/Minderheiten“ im Jahr 1994 waren wichtige Schritte in diese Richtung. Die Umbenennung in Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie im Jahr 2002 war Ausdruck seiner Entwicklung hin zu einem bedeutenden Zentrum ethnomusikologischer Forschung und zu einem zentralen Knotenpunkt in internationalen Netzwerken der ethnomusikologische Minderheitenforschung. Ursula Hemeteks innovative und bedeutende Forschungsarbeiten, ihre Gründung und langjährige Leitung der ICTMD Study Group on Music and Minorities, ihre umfassende Förderung von Nachwuchsforschenden und ihre Leitung des Instituts von 2011 bis 2022 stellen einen wichtigen und dauerhaften Beitrag für das gesamte Feld und insbesondere für das IVE dar.
Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang
Malik Sharif studierte Musikologie (BA 2009, MA 2011) und Philosophie (Mag.phil. 2012) in Graz und Halle an der Saale und promovierte 2017 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz in Ethnomusikologie. Seine Forschung wurde u.a. durch das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, das Land Steiermark und die Gesellschaft für Popularmusikforschung mit Preisen ausgezeichnet.
Seit 2020 arbeitet Sharif als stellvertretender Leiter und Forschungskoordinator am Music and Minorities Research Center (MMRC). Bevor Sharif ans MMRC kam, arbeitete er in Forschung und Lehre sowie im Forschungsmanagement und als Assistent der Vizerektorin für Forschung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Er war außerdem der Geschäftsführer eines nicht-kommerziellen Community-Radios und hat zahlreiche Konzerte als Musiker in verschiedenen Popularmusikformationen gespielt.
